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Das Planetarium Cottbus wird durch den Förderverein des
Planetariums Cottbus e.V. betrieben. Dieser Betrieb als Kultur- und
Bildungseinrichtung wird durch öffentliche Mittel der Stadt Cottbus
gefördert.
Das Planetarium wurde in den Jahren 1973 und 74 errichtet
[mehr...], am 26. April 1974 eröffnet und trägt den Namen
des ersten Kosmonauten der Welt, Juri Gagarin. [mehr... ]
Das Sternenprojektionsgerät und einige Diaprojektoren
stammen noch aus dieser Zeit. Sie haben heute historischen Wert und sind
noch voll betriebsfähig. In vielen Details wurde die Planetariumstechnik
in den letzten Jahren modernisiert.
Im Unterschied zu Kino- oder Videoprojektionen kann im Planetarium der
gesamte Gesichtskreis des Menschen im Durchmesser von 360° erfasst werden.
Die Kuppel im Cottbuser Planetarium ist eine Halbkugel mit dem Durchmesser
von 12,5 m. Pro Halbkugel können 3.000 Sterne bis zur Größenklasse 6
dargestellt werden.
Das Planetariumsgerät in der Mitte des Saals besteht aus 120
Einzelprojektoren. Zusätzlich verfügt das Planetarium über 20
Einzelprojektoren für Dias, die computergesteuert werden. Mit sechs
solcher Projektionen können zum Beispiel komplette Landschaften oder Räume
in das Kuppelrund projiziert werden (so genannte Allsky-Projektion).
Drei Spezialprojektoren erlauben Zoom-Effekte oder X-Y-Projektionen, bei
denen jeder Punkt der Kuppel erreicht werden kann. Außerdem verfügt das
Planetarium über eine Videoprojektionsanlage, die Videobänder oder
-platten überträgt und ebenfalls computergesteuert ist.
Fünf Spezialgeräte erlauben die bewegte Darstellung von Sternschnuppen,
Kometen, Satelliten, des Sonnensystems und des Jupitersystems. Die
Tonübertragung erfolgt in Mehrkanaltechnik, wobei vier Lautsprechergruppen
separat angesteuert werden und stereophone und quadrofone Effekte
zulassen.
Im Planetarium befindet sich ein analoges Tonstudio,
Fotoreproduktionstechnik und S-VHS-Videotechnik einschließlich
Schnittplatz.
Seit 1992 werden die Programme computergesteuert, was eine hohe technische
Sicherheit garantiert. Die Steuerung erlaubt den Einsatz von Effekten auf
1/100 Sekunden genau, was einer lippensynchronen Steuerung entspricht.
Seit mehr als 30 Jahren werden im Planetarium automatisch ablaufende
Programme in hoher technischer, künstlerischer und wissenschaftlicher
Qualität produziert.
Das Cottbuser Planetarium mit seinem Projektionsgerät
"Raumflugplanetarium" von Carl Zeiss in Jena war die erste Einrichtung
dieser Art überhaupt, in der solche selbst ablaufenden Programme gezeigt
und produziert werden konnten. Vergleiche mit Großplanetarien zeigen, dass
die in Cottbus produzierten Programme nationalem und internationalem
Spitzenniveau entsprechen. Deshalb besteht im deutschsprachigen Raum auch
Interesse am Erwerb von Cottbuser Programmen. Im Planetarium liegen
Programme in mehreren Sprachen, darunter russisch, polnisch und
tschechisch vor.
Der Förderverein verfügt über Möglichkeiten, aktuelle Programme polnisch
zu synchronisieren, um das Cottbuser Planetarium für die Entwicklung der
Beziehungen in der Euro-Region Spree-Neiße-Bober interessant zu machen.
Der Trend geht auch in Cottbus dahin, den Unterhaltungswert der Programme
ohne Verzicht auf wissenschaftliche Exaktheit zu erhöhen. Dabei stellen
die beteiligten Künstler und Techniker trotz schwieriger materieller
Bedingungen an sich die Anforderungen, den Zuschauern einen ähnlichen
technischen Standard zu bieten, den sie aus Film oder Fernsehen gewöhnt
sind.
Für über 1 Million Besucher öffnete sich bereits das Fenster zum Kosmos.
Neben der Vorführung von Planetariumsprogrammen ist der Kuppelsaal auch
für Lifeveranstaltungen, Lesungen und Konzerte der kleinen Form geeignet.
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